Craniosacral-Therapie  
 

Die Craniosacral-Therapie (CST) ist eine sanfte Behandlungsmethode, die sich als Teilgebiet der Osteopathie entwickelt hat. Sie hilft Blockaden und Traumata, die zu Verspannungen im Körper führen, ausfindig zu machen und zu korrigieren. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sanft und tief diese Methode Verspannungen lösen kann.

 
     
 

Geschichte und Methode:

 
  Die Craniosacrale Methode wurzelt in den Erfahrungen und Erkenntnissen von Dr. W.G. Sutherland, einem amerikanischen Osteopathen, der sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Arbeit mit dem Craniosacralen System spezialisierte.
Sutherland hat als Erster herausgefunden, dass die Kopfknochen sich ganz leicht bewegen, weswegen auch beim Erwachsenen noch Suturen (Schädelnähte) vorhanden sind, die nicht verwachsen. Durch Eigenversuche und klinische Studien fand er heraus, dass sich verschiedene körperliche Symptome und Stimmungsveränderungen entwickeln, wenn diese leichten Bewegungen blockiert werden. Er nannte diese unwillkürlichen Bewegungen, die er zunächst am Kopf (lat. Cranium) und weiter übertragend auf Wirbelsäule und Kreuzbein (lat. Sacrum) ertasten konnte, den Primären Respirationsmechanismus.
Viel später fand man durch moderne Meßmethoden heraus, dass dieser primäre Respirationsmechanismus bereits ab der 2. Embryonalwoche vorhanden ist und erst einige Stunden nach dem Tod vollständig versiegt.
 
     
 

Die Craniosacrale Arbeit wurde von anderen Osteopathen zu einer eigenständigen Therapieform weiterentwickelt. Darin enthalten sind mehrere Ansätze:

 
     
 

1. Der biomechanische Ansatz:

 
  Das Wissen und Wahrnehmen des primären Respirationsmechanismus und dessen mögliche Bewegungseinschränkungen: z.B. ein Schläfenbein-Knochen, der durch eine alte Innenohrentzündung in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist. Die Therapeutin wendet direkte und indirekte Techniken zur Regulierung an.  
         
  2. Der biodynamische Ansatz:  
  Das Wissen und Wahrnehmen der Kräfte, die dem Leben zugrunde liegen. Es sind diese Kräfte, die die oben genannten Bewegungen erzeugen und aufrecht erhalten. Die Therapeutin begleitet wissend und beobachtend, ohne von außen Kräfte hinzuzufügen. Sie richtet ihre Aufmerksamkeit auf das Gesunde und aktiviert dadurch die Selbstregulierung.
Dieser Ansatz entspricht den modernen Erkenntnissen aus der Quantenphysik, die bereits bewiesen hat, dass sich Atome durch Beobachtung verändern.
 
         
  3. Der Somato-emotionale Ansatz:  
  Hier werden die Zusammenhänge vom Körper (Soma) und Gefühlen (Emotionen) beleuchtet und bei Bedarf verarbeitet. Manchmal reicht bereits ein bewusstes Spüren und Aussprechen zur Lösung der Emotion. Manchmal sind auch Elemente aus der Traumatherapie nötig.  
  Diese verschiedenen Ansätze ergänzen sich gut miteinander und werden nach Bedarf angewendet.  
         
  Krankheitsbilder:  
  Die CST kann im Grunde bei allen Erkrankungen zur Regulierung des Systems eingesetzt werden. Je nachdem, welche Ursache dem Symptom zugrunde liegt, ist es evtl. nötig, diese Therapie mit anderen Methoden zu ergänzen.  
     
  Zum Beispiel Kopfschmerzen: Wenn eine „Blockade“ der Kopfknochen die Ursache ist, dann ist CST die richtige Therapie. Sind evtl. Lebensmittelallergien, latente Vergiftungen oder raumfordernde Prozesse (Tumoren) die Ursache, müssen Ärzte oder Heilpraktiker hinzugezogen werden.  
     
  Einige „klassische Krankheitsbilder“:  
  • Kopfschmerzen, Migräne
• Kieferbeschwerden
• Augenfehlstellungen im Kindesalter
• Schleudertrauma
• Unfalltrauma
• Rückenschmerzen
• Schulter-Arm-Schmerzen
• Hüfte-Knie-Fuß-Schmerzen
• Schwangerschaftsbeschwerden (z.B. Rückenschmerzen, Übelkeit)
• Skoliose im Kindesalter
• Neurologische Erkrankungen (z.B. Spastik n. Schlaganfall, Parkinson, Gangstörung...) können ein Stück weit verbessert werden
• Fibromyalgie
• Schlafstörungen
• Schreibabys
• Schiefhals bei Babys
• Nachbehandlung von Geburtstrauma bei Kind und Mutter